Kodifizierte Normen und Rollenerwartungen: kontingente Grenzen für Inklusion/Exklusion in schulisch-unterrichtlichen Praxen

Autor/innen

  • Tanja Sturm MLU Halle-Wittenberg

Schlagworte:

Differenzkonstruktionen, Schulgesetze, Dokumentarische Methode, gesellschaftlich-institutionelle Fremdrahmungen

Abstract

Der Beitrag greift die Frage nach Differenzkonstruktionen in gesellschaftlich-institutionellen Dokumenten auf, die schulisch-unterrichtliche und professionelle Praxen der Differenzkonstruktion fremdrahmen. Es werden exemplarisch Differenzkonstruktionen aus Ausschnitten der Schulgesetze Sachsen-Anhalts und Hamburgs rekonstruiert. Diese Rekonstruktionen, die entlang der methodologisch-methodischen Prämissen der Dokumentarischen Interpretation öffentlicher Diskurse nach Arnd-Michael Nohl (2016) erfolgte, zeigt homologe Verständnisse von Differenz, die wesentlich als von sozial-kulturellen und materialen Lebensbedingungen der Schüler:innen unabhängig bestehende, natürliche Unterschiede gefasst werden, sowie zwei Typen ihrer schulischen Bearbeitung: die

Prüfung der Bildungsgangzugehörigkeit

und die

Gestaltung individueller pädagogischer Begleitung.

Der Beitrag schließt mit Perspektiven für eine rekonstruktive Schul-, Unterrichts- und professionsbezogene Inklusionsforschung, die Praxen auch als Ausdruck ihrer sozialen und materialen Kontexte reflektiert.

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Veröffentlicht

2022-12-31

Zitationsvorschlag

Sturm, T. (2022). Kodifizierte Normen und Rollenerwartungen: kontingente Grenzen für Inklusion/Exklusion in schulisch-unterrichtlichen Praxen. Zeitschrift für Inklusion, (4). Abgerufen von https://inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/663

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